Vom Bild zur Stickdatei

In früheren Zeiten erfolgte die Umwandlung einer Vorlage in eine Stickdatei in mehreren Arbeitsschritten. Zunächst fertigte ein Musterzeichner eine maßstabsgerecht vergrößerte Reinzeichnung von der Vorlage. Auf dieser Reinzeichnung wurde dann jeder Stich eingezeichnet. Nach der Erfindung der Handstickmaschine im Jahre 1829 wurde dann diese Zeichnung an der Handstickmaschine „Stich für Stich“ in eine Stickerei umgesetzt.

Im Jahre 1896 wurde die erste automatische Steuerung für Stickmaschinen entwickelt. Lochbänder, Lochkarten und später Lochstreifen waren die ersten Datenträger auf denen Stickprogramme erstellt wurden.

Die Übertragung der Stickmuster auf diese Datenträger erfolgte durch Lochen. Abgeleitet von der Tätigkeit des Lochens (engl. to punch =  lochen, stanzen) entwickelte sich die Tätigkeits- und Berufsbezeichnung des Punchens bzw des Punchers. Ein Begriff der auch heute noch Anwendung findet.

Auch der Begriff der Stickkarte als Bezeichnung für ein Stickprogramm hat seinen Ursprung in der damals üblichen Lochkarte

Mit dem Einzug der elektronischen Datenverarbeitung hat der Lochstreifen als Datenträger ausgedient. Nach der 5,25 Zoll Floppy Disk und der klassischen 3,5 Zoll Diskette dient heute der USB Stick als mobiler Datenträger.

Heute erleichtert leistungsfähige Software die Arbeit des Punchers. Aber egal wie leistungsfähig die Software auch ist, ein Computerprogramm bleibt ein Werkzeug, dass einen Puncher mit all seiner Erfahrung und seinem geschulte Auge nie ersetzen kann.

Die Stickfabrik arbeitet mit Wilcom Embroidery Studio e3 Designing. Seit 2014 ist Firmengründer Gerd Wüstner authorisierter Trainer für die Wilcom Software.

Aus diesem Grunde gibt es in unserem Hause keine „autogepunchten“ o8/15 Stickdateien.